Liebe Mitarbeiter, liebe Mitarbeiterinnen, es ist ein schwerer Tag für mich, muß ich Ihnen sagen, mir geht es heute nicht besonders gut - - - ich möchte . . .

Zwischenruf: "Hauptsache die eigenen Kassen voll, nö?"

allen zunächst danken, daß Ali (??) so offen und transparent gesprochen hat, wie wir das immer gemacht haben in dieser Klinik, und, denke ich, das ist ein guter Aufschlag gewesen für die Frage, die wir beantworten können. O.k. ich möchte auch die anderen politischen Institutionen und alle grüßen, die heute gekommen sind und ich finde es klasse, daß von Oberwesel und von überall her so viele Leute gekommen sind. Das hat diese Klinik wirklich verdient.

Wenn wir fragen, warum ist das alles gekommen ist, dann fragen Sie auch mich, denn ich bin ja nicht mehr Chefarzt hier - ich bin nach meinem Ausscheiden in die Gesellschafterrolle gegangen, um einfach zu versuchen, das Maximale - auch im Umfeld, im politischen Umfeld - für alle Beteiligten, auch für die Klinik, herauszuholen. [24:47] Ich bin weiter berufspolitisch aktiv gewesen und habe die Leitung einer großen Organisation übernommen als [25:00] Geschäftsführer der ANOA. Das ist eine ein Zusammenschluß von 29 Krankenhäusern, inzwischen. Wir haben mal ganz klein angefangen - Ali [Alfred Galeazzi] hat es eben gesagt -, mit fünf Häusern 1986-1990, und inzwischen sind es 29 Häuser. Die Methode konnte wirklich voll etabliert werden. Und ich bin deshalb in die Gesellschafterversammlung gegangen, weil ich gesagt habe, die gute Arbeit unser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die konzeptionelle erfolgreiche Arbeit ist es wert, 25:35 daß man sich voll dafür einsetzt und deshalb – möchte ich einfach zu dem – Satz von Ali [Alfred Galeazzi] "Keiner ist aufgestanden und keiner hat sich um uns gekümmert" auch seitens des Trägers ganz klar sagen, daß das nicht stimmt [mit Nachdruck]. [Buhrufe, 25:53]
Sie können
gerne anderer Meinung sein - ich kenne den Träger seit mehr als 30 Jahren in verschiedenen Funktionen, ich kenne unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, [26:08] und Sie kennen mich vielleicht, und Sie können glauben, daß ich wirklich das Menschenmögliche getan habe, sowohl auch im Träger als auch hier und diesen sehr schwierigen Prozeß sehr intensiv mitbegleitet habe. Wenn Sie mir das glauben, glauben Sie mir es, wenn nicht, dann können Sie es mir nicht glauben, aber ich kann das für meine Person und für die Personen, die hinter mir sitzen, den Träger, nicht so stehen lassen, daß [26:38] keiner aufgestanden wäre und daß wir uns nicht drum gekümmert hätten. – Über den Stil, über die Stilfragen, die Ali angesprochen hat, da hat jeder andere Wahrnehmungen (Handbewegung), das gebe ich zu, das ist klar - aber es war und ist bis heute auch vom Marienhaus, die ja nun andere Kliniken auch haben, in Losheim und Hochalben, immer das Ziel gewesen, die konservative Orthopädie 27:05 nach Kräften zu unterstützen. Das war bei Schwester Basina so, das ist bei Dr. Scheid so, Dr. Reimund, der nun lange Jahre im 27:14 in Lohnsheim, mit ??? Dr. Holzschmitt große Abteilung auch nach Kräften gefördert hat.
Also die Fragen des Stils und des Umgangs sind sicher diskussionswürdig, und wir haben uns in der Gesellschafterversammlung auch sehr viele Gedanken gemacht, wann wir diese Informationen den Mitarbeitern übergeben sozusagen, und auch die Frage, wie weit wir Sie in diese Dinge einbeziehen. Und wenn Sie ein Unternehmen wie die Aktiva beauftragen [27:54] – das hat überhaupt nichts mit Dr. Wolfram oder mit irgendjemand zu tun [Unmutsäußerungen aus dem Publikum]. ---Ich weiß nicht, welche Informationen Sie haben: 28:04 aber (Zwischenrufe) wir haben 28:12 Aktiva bestellt, ein Unternehmen, was im Land, das wissen die Politiker eher gut, 28:21 eine aktive Beteiligung an den letzten Krankenhausplanungen gehabt. Das ist ein seriöses Unternehmen 28:29 der Herr Hoßbach – vielleicht erinnern sich noch einige – hat auch in der Anfangszeit von Seiten der Aktiva Er ist dann in der Aktiva aufgegangen. Und die Aktiva ist ein Unternehmen, das dann gefragt wird 28:44 – das nur zu Ihrer Erklärung – wenn wir zum beispiel Eigenmittel brauchen, wir haben in der Phase , wo wir noch dachten, wir könnten 28:51die Eigenmittel aufbringen, haben wir dann einen Testat für das Unternehmen gebraucht, das auch für Banken 29:00, das die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens praktisch festlegt. 29:06 Und das war keine Saxche, die irgendwo durch Beziehungen oder so kam, sondern die Aktiva hat den Krankenhausplan gemacht, die Aktiva hat uns damals in Fragen der Computer-IT beraten. Die Aktiva hat eine langjährige Tradition. Das war die Entscheidung von uns, daß wir die Aktiva dann einbezogen haben. Der Aktiva, und das ist jetzt zur Frage der –äh– 29:34 wie das geworden ist und auch zu der Fragen, ob wir ein zweites Gutachten 29:39 machen, was ich verstehe, daß die Städte das sagen. Wenn Sie ein Gutachten machen, dann haben Sie 29:45 als geschäftsführung, und das haben Frau Christian, Frau Hgitsch und Dr. Scheid gemacht 29:51 Sie haben die Zahlen offengelegt, 29:54 die wir hatten. das müssen Sie auch aus kaufmännischer Ehrlichkeit machen. Wir haben also nicht nur die Zahlen offengelegt, 30:00 wie die in der vergangenheit waren und die Risiken, sondern ahben dann auch festgelegt, wie wir bestimmte Risiken, wie sie abzusehen waren, 30:10 einpreisen. das heißt auch – ganz einfaches Beispiel –, die Frage der Notfallversorgung, die dann Anfang dieses jahres scharfgestellt wurde, 30:21 zeigte dann, daß wir 300.000 Euro Defizit machen. Und alle machen, alle versuche, für die Notfallversorgung noch an dieses Geld zu kommen, sind zunächst gescheitert. Auch in den Verhandlungen 30:38 mit dem Land, gestützt hat, aber die Kassen haben eben gesagt, in so kleinen Häusern können 30:47 wir keine Notfallversorgung mehr machen.
Und die weitere Frage, der Baustein, es ist ja im Grunde eine Notfallversorgung kommunizert worde, auch mit den Gesellschaftern, die dann uns das Nachdenken gebracht hat.
Jetzt bin ich bundesweit unterwegs, 31:06 was die sicherstellung – Ali Galeazzi hats gesagt – Sicherstellung der Vergütung für unsere Arbeit –öm– betrifft. ich habe im letzten halben Jahr einen dramatischen Prozeß miterlebt, 31:23 in dem wir zum Spitzenverband des medizinischen Dienstes gegangen sind und haben gefragt, wie wir auf Dauer diese behandlung weiter führen können. Denn wenn die Kassen, und wenn der MDK dieses nicht zuläßt, dann haben wir keine Chance, in die Abrechnung zu kommen. Dann kam Folgendes: 31:44 Daß wir mit einer Frau konfrontiert wurden in diesen bundesweiten – ich bin also – um zu sagen, keiner wäre aufgestanden – bin ständig unterwegs gewesen mit einem Kollegen von nder ANOA 31:57 aus Berlin bis überall hin und habe diese verhandlungen für 29 Häuser zentral geführt. Und 32:08 es zeigte sich, daß es eine MDK-Ärzting gab, die uns mit aller Kraft gesagt hat: "Wir werden Ihnen in Zukunft diese Behandlung nicht mehr bezahlen.
Und dann kam ein Déjà-Vu, das Sie vielleicht mitgekriegt haben, daß in Flörsheim vor – wieviel Jahre waren das, Herr Dr. Scheid? – zwei Jahren, 2017, ich auch in Flörsheim eingebunden war, und wer meinen Artikel (Rhein-Zeitung, Seite 6) gelesen hat, heute, ich hab das ja auch mit großem Ärger, wie ich zugebe, auch dort vertreten. Auch dort mußte unser Träger die Klinik schließen, 32:46 weil eine Insolvenz drohte, die mit einem Rückhaltbetrag der Kassen mit 1,6 millionen Euro 32:54 – öm– bestand. Und wir haben in unserer klinik, um Ihnen die Zahlen zu nennen, in 2017 an den MDK 127.000 Euro verloren, 2018 200.000 und 2019 bis April dieses Jahre 260.000 Euro und hochgerechnet werden das fast 800.000 Euro sein.
Das heißt, es gibt Kräfte beim MDK, 33:20 die uns bewußt sagen, daß das, was wir machen, völlig unnötig ist, daß wir keinerlei Chancen haben, das noch bei den MDK-Ärzten durchzubekommen. Und der MDK ist heute so organisiert, daß sich kein Mensch an irgendwelche Vereinbarungen halten muß, und der Arzt vor Ort auch noch sagen kann, was er will, und die behandlung ablehnen kann. Ich war 33:47 vor einigen Jahren auch zu dieser Zeit mit Frau Dr. Heinemann vom Ministerium, um Birkenfeld zu retten 33:55 mit genau dieser Frage. Und die AOK, die uns hier im Raum ein guter und fairer Partner seit jahren ist, hat in Trier gesagt, 34:05 diese Behandlung bezahlen wir nicht mehr. Und trotz Interventionen der Landesregierung. Deshalb bin ich so pessimistisch, was die derzeitige Situation betrifft. Trotz starker Investition der Landesregierung 34:18, die sich sehr dafür eingesetzt hat mit Frau Dr. Heinemann – öm – Herr Metzner, ich glaub es war Ihre Vorgängering – und selbst diese Dinge dauerten zwei Jahre und gingen durch 200 oder mehr Prozesse 34:32 bis Birkenfeld mal eine Lösung mit der AOK bekommen hat. 34:36 Sie sehen also, daß das ein äußerst schwieriges Kapitel ist, das außerhalb unseres Einflußbereiches liegt. Und die Kassen haben – nicht nur die AOK, sondern die DAK klagt inzwioschen gegen uns – alle, fast alle Kassen: Techniker, die haben sich zusammengetan, um uns zu sagen, wir bezahlen nur noch, was sie unbedingt müssen, und alles andere abwehren, und das werden wir über den Medizinischen Dienst (MDK) exekutieren.