Bürgerversammlung 31. Okt. 2019
Bürgerversammlung 31. Oktober 2019 in der Turnhalle der Stadt Oberwesel/ Rhein, einer der beiden Standorte der Loreley-Kliniken.
Zentrum für konservative Orthopädie nach Dr. med. Matthias Psczolla.


Verbandsbürgermeister Thomas Bungert:
Bürgermeister Thomas Bungert gibt eine allgemeine Übersicht, eine Erläuterung der gegenwärtigen Lage, und was wir uns von der Bürgerversammlung erhoffen dürfen: Klarheit, Verstehen, an einen gemeinsamen Tisch setzen und nach Lösungen suchen.


Dr. Hans-Jürgen Scheid, für die Marienhaus Holding GmbH:
Versuch einer Erläuterung der Lage der beiden Loreley-Kliniken, warum aus Sicht der Geschäftsleitung der Marienhaus Holding eine Schließung der Kliniken.


Alfred Galeazzi und Dr. med. Matthias Psczolla:
Oberarzt Alfred Galeazzi erläutert ausführlich seine Sicht der Dinge zur gegenwärtigen Lage der Loreley-Kliniken St. Goar und Oberwesel, bezieht auch Stellung zu den Ausführungen seines Mentors, Dr. Matthias Psczolla in der Rheinzeitung vom 31. 10. 2019, Seite 6.
Im Anschluß eine ebenso ausführliche Stellungnahme von Dr. med. Matthias Psczolla, dem Begründer der konservativen Orthopädie, zu den Hintergründen, die eine Schließung der Kliniken zum gegenwärtigen Zeitpunkt als sinnvoll erscheinen lassen.
Die Ausführungen von Dr. Psczolla an diesem Abend sind für den, der Zuzuhören gelernt hat, Gold wert, denn sie eröffnen Perspektiven:

Dr. Psczolla spricht davon, daß bei dem erstinstanzlichen Gerichtsverfahren, als es um die Schließung des Krankenhauses in Flörsheim ging, von der Gegenseite g e f ä l s c h t e Unterlagen vorgelegt wurden. Mit anderen Worten: wir haben es beim MDK mit Kriminellen zu tun. Diese Vorgänge sind noch aufzuklären . . .
Viel wichtiger, e n t s c h e i d e n d an dem Abend aber sind die Ausführungen von Dr. Psczolla, daß die Grundlagen für den MDK völlig neu erstellt werden. Das braucht zwei Jahre.
Für Dr. Psczolla ist diese Zeit zu lang, um den Loreley-Kliniken eine Zukunft zu ermöglichen.
Für jemand anderen sind zwei Jahre aber nicht zu lang - gerade dann nicht, wenn es um die Schließung eines Krankenhauses geht, das an der Stelle auf eine 700jährige Geschichte zurückblicken kann.
Da sind, ganz einfach, die Mitarbeiter der beiden Häuser gefragt: Wenn sie es sich zutrauen, mit einen eigenen Träger aufzubauen, mit einem Förderverein, der die ein- und ausgehenden Gelder buchhalterisch abwickelt, über die absehbar zu Ende gehenden Herrschaft des MDK mit einem pers. Beitrag für den Förderverein hinwegzuhelfen, dann könnte doch der Bestand b e i d e r Kliniken gesichert werden. Dann aber für die Zukunft in Eigenregie, ohne fremden Orden, ohne fremde Trägerschaft, also mit einer Perspektive für die kommenden 300 Jahre.
Als Beitrag für den zu gründenden Förderverein Loreley Kliniken e. V. könnte ich mir einen Betrag von 100,- Euro für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter vorstellen, wenn es sich beim Einzelnen einrichten läßt. Wer nicht so viel stemmen kann, gibt eben weniger.
Die Beträge wären am Ende des Jahres auch in der Steuererklärung, meine ich jedenfalls, wohl steuerlich absetzbar - das müßte man beim FA Koblenz hinterfragen.
Am kommenden Montag wird dort einmal vorgefühlt.


Dr. Klaus-Peter Reimund, neuer Geschäftsführer der Loreley-Klinik (nach Schluß Dr. Psczolla)


Bür
germeister Falko Hönisch fordert auf der Bürgerversammlung am 31. Oktober 2019 in Oberwesel ein zweites Gutachten.
Die Zahlen des Gutachtens der Aktiva, die ein Kooperationspartner des "Generalbevollmächtigten" Dr. Thomas Wolframs ist: "Wir können an die Zahlen glauben, aber wir müssen es nicht."
Die Forderung von Falko Hönisch, der hier auf dem Bürgerforum eine erste, aber vielleicht nicht endgültige Absage erteilt wird, wird eine Stunde später auch von der Verbandsgemeinde formal auf den Weg gebracht.
Ist es tatsächlich Dr. Wolfram, der a l l e i n darüber zu entscheiden hat?
Die Verantwortung, daß die Loreley-Kliniken in die Verlängerung gehen, wird auch von der Marienhaus STIFTUNG (nicht Holding) getragen werden müssen, d o r t und nur dort wird letztlich entschieden werden müssen, von Schwester Marianne und ihren Mitschwestern.


Die beiden Stadtbürgermeister von St. Goar und Oberwesel, Falko Hönisch und Marius Stiehl:
Der St. Goarer Stadtbürgermeister Falko Hönisch äußert sich zum Gutachten der Aktiva über die Zukunftsperspektiven der Loreley-Kliniken, erläutert, warum er ein zweites Gutachten für angebracht hält - ein Vorschlag, der in der anschließenden Sitzung der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel mit einer Enthaltung angenommen wird.
Der Oberweseler Bürgermeister Marius Stiehl trägt seine Vorstellungen vor, daß es dem Träger, der Marienhaus GmbH bzw. der Marienhaus Holding GmbH, doch möglich sein sollte, den Fortbestand der Kliniken wenigstens bis zum 31. 12. 2020 zu gewährleisten.


Verbandsbürgermeister Thomas Bungert - Hinweise z. Fahrplan Marienhaus GmbH,
Gesellschafter-Versammlun
g:
Es wird am 31. Okt. k e i n e Gesellschafterversammlung der Marienhaus GmbH mehr geben!


Die beiden Stadträte Reiner Ziermann (Oberwesel) und Hans Werner Stein, 1. Beigeordneter Stadtrat St. Goar u. Stadtrat Oberwesel:
Dazu auch eine Antwort, auf die Frage der Rücklagen, von Dr. Heinz-Jürgen Scheid. Allerdings stimmen die von Stadtrat Stein genannten Zahlen der Rücklagen (lt. Bundesanzeiger) Ende 2016 in Höhe von 5.866.810,80 noch nicht mit den lt. Dr. Scheid "jederzeit vorhandenen" Rücklagen über gut 3 Mill. Euro - da gibt es noch Klärungsbedarf über die Mittelverwendung.
In jedem Fall: Mit drei Millionen Euro könnte man sehr gut eine Zeit überbrücken, bis sich ein Förderverein Loreley-Kliniken konsolidiert hat, bis vor allem eine Regelung für den MDK gefunden wird, daß dieser die kleinen Kliniken - in wessen Interesse eigentlich? - mit Prüfquoten bis zu 100% schikanieren kann.


Stellungnahme Neurochirurg Dr. Bingham:
Dr. Bingham bringt die Sache auf den Punkt: Hier soll nicht ein "kleines" Krankenhaus geschlossen werden. Direkt an Dr. Scheid gewandt: "Sie schließen nicht ein kleines Krankenhaus am Rhein - das tun Sie zwar. Sie schließen eine der bekanntesten Orthopädien Deutschlands! - Sie schließen ein überregional bekanntes Wirbelsäulenzentrum und stützen ein kleines Krankenhaus in Bingen. Herzlichen Glückwunsch!"
"Also, ich (Dr. Bingham) bin fest zuversichtlich, daß es uns gelingen wird, einen anderen Träger zu finden ..."


Frage von Matthias Dräger zur Praxis der Prüfungen durch den MDK, an Dr. Matthias Psczolla:
Herr Dr. Psczolla führt aus, daß die Arbeitsweise des MDK einer Reorginsation unterzogen wird, daß mit einer grundlegenden Änderung der Grundlagen für den MDK in etwas zwei Jahren zu rechnen sein wird.
Da die Beanstandungen, vor allem an der Verweildauer der Patienten in den beiden Klniken, mit derzeit um die 400 Tsd. Euro/ Jahr zu Buche schlagen, ist eigentlich Licht am Ende des Tunnels erkennbar - um diese zwei Jahre zu überbrücken, dafür könnten doch ggf. Rücklagen in der Marienhaus GmbH zum Einsatz kommen.
Wäre das nicht besser, also sich für ein Almosen für immer von den Kliniken zu verabschieden?


Matthias Dräger, am 29. Oktober 2019: Zukunft der Loreley-Kliniken St. Goar und Oberwesel: Förderverein als neuer Träger!
Eine persönliche Stellungnahme zur Lage der Loreley-Kliniken St. Goar und Oberwesel.
In der Rhein-Zeitung konnte man lesen, daß die beiden Häuser geschlossen werden sollen - so eine Überlegung des Geschäftsleitung.
Die entsprechenden Gesellschafterbeschlüsse stehen noch aus.

Hintergrund für die seitens des gegenwärtigen Trägers angedachte Schließung der Kliniken sind in erster Linie (aber nicht nur) die Schikanen, die vom MDK, dem Kassenärtzlichen Kontrolldienst, gegenüber den Abrechnung der erbrachten Leistungen der Kliniken gefahren werden, und zwar aufgrund von Druck seitens der Kassen.
Man will ganz offensichtlich g e z i e l t die kleineren Kliniken schließen, stattdessen größere Leistungszentren, in denen die medizinische Versorgung gebündelt werden soll.

Nach meinem Verständnis kann sehr wohl versucht werden, eine vorübergehende oder längere Schließung der Kliniken zu verhindern.
Dafür wäre es notwendig, daß alle Beteiligten an einem Strang ziehen, daß alle denkbaren Möglichkeiten auf den Tisch kommen, ob mit oder ohne den bisherigen Träger.
Es bedarf vor allem auch eines besonderen Einsatzes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um die beiden Kliniken für die Zukunft krisenfest zu machen.

Mein Vorschlag:
Die beiden Kliniken vereinigen sich unter dem Dach eines neuen Trägers:

Förderverein Loreley Kliniken St. Goar-Oberwesel e. V.
Der Verein wird von der Satzung als gemeinnützig angelegt.


Ferner: Der Clip des Neurologen Dr. Bingham geht, auch wohl wegen der leichten Verständlichkeit, was die konservative Orthopädie für den Einzelnen an Vorteilen hat, gerade durch die Decke.
Seht bitte selbst - ein Screnshot der YouTube Analytics vom 3. Nov. 2019, 22:13 Uhr.
Im Clip auf YouTube werden die tatsächlichen Zugriffe erst zeitversetzt, wohl morgen im Laufe des Tages zu sehen sein. Geht doch . . .
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